Malta-Firmen mit illegalen Glücksspieloperationen in Deutschland verbunden
Katja Otto · Sep 30, 2026

Malta-Firmen mit illegalen Glücksspieloperationen in Deutschland verbunden

Hintergründe der Medienuntersuchung
Eine Medienrecherche stützt sich auf Unterlagen der Malta Gaming Authority sowie der Curaçao Gaming Authority und stellt Verbindungen zwischen mehreren auf Malta ansässigen Unternehmen und mutmaßlich illegalen Online-Glücksspielangeboten in Deutschland her, wobei die Berichterstattung Platincasino als größtes illegales Casino des Landes beschreibt und Offshore-Strukturen für den Betrieb ohne deutsche Lizenz verantwortlich macht.
Die Ermittlungen ergeben einen geschätzten Steuerausfall von 250 Millionen Euro für den deutschen Fiskus, während die genannten Strukturen über Jahre hinweg unreguliert agiert haben sollen und dabei auf regulatorische Lücken zwischen europäischen und karibischen Jurisdiktionen zurückgriffen.
Verbindungen zu Platincasino und Offshore-Modellen
Platincasino steht im Zentrum der Berichte, da die Plattform angeblich über maltesische Gesellschaften und weitere Offshore-Konstruktionen deutschen Nutzern den Zugang zu nicht lizenzierten Spielen ermöglicht hat, wobei die Dokumente aus den Behördenarchiven Details zu Eigentumsverhältnissen und Zahlungsströmen liefern.
Behördenvertreter in Malta und Curaçao prüfen die Unterlagen auf mögliche Verstöße gegen Lizenzbedingungen, während deutsche Steuerbehörden die fehlenden Abgaben als direkte Folge der illegalen Angebote bewerten.
Polizeiliche Maßnahmen im September 2026
Im September 2026 führte eine groß angelegte Operation deutscher Polizeikräfte zu Festnahmen und Vermögensbeschlagnahmungen im Zusammenhang mit einem der größten nicht lizenzierten Glücksspielnetzwerke, wobei die Ermittler die zuvor öffentlich gewordenen Dokumente als wichtige Grundlage für die Durchsuchungen nutzten.
Die Aktion richtete sich gegen Betreiberstrukturen, die mit den maltesischen Entitäten in Verbindung stehen sollen, und umfasste die Sicherstellung von Servern sowie finanziellen Vermögenswerten in mehreren Bundesländern.

Auswirkungen auf den deutschen Markt
Die Verknüpfung der ausländischen Firmen mit dem deutschen Schwarzmarkt zeigt, wie Offshore-Modelle trotz nationaler Regulierungsversuche weiterhin aktiv bleiben können, wobei die Steuerausfälle von 250 Millionen Euro nur einen Teil der wirtschaftlichen Folgen darstellen.
Deutsche Behörden arbeiten nun an der Auswertung der beschlagnahmten Daten, um weitere Beteiligte zu identifizieren und bestehende Verfahren gegen die Verantwortlichen voranzutreiben, während die betroffenen maltesischen Gesellschaften unter Beobachtung der dortigen Aufsichtsstellen stehen.
Regulatorische Reaktionen
Die Malta Gaming Authority sowie die Curaçao Gaming Authority haben nach Bekanntwerden der Dokumente interne Prüfungen eingeleitet, die mögliche Lizenzverstöße und unzulässige Kooperationen mit deutschen Anbietern betreffen, wobei die Ergebnisse in laufende Ermittlungen einfließen.
Deutsche Aufsichtsbehörden nutzen die gewonnenen Erkenntnisse, um Lücken im Vollzug der Glücksspielregulierung zu schließen und künftige illegale Angebote frühzeitiger zu unterbinden.
Schlussfolgerung
Die Untersuchung verbindet die Malta-Dokumente mit der September-2026-Operation und liefert konkrete Hinweise auf ein Netzwerk, das über Jahre hinweg ohne deutsche Erlaubnis operierte und erhebliche Steuerausfälle verursachte, wobei die laufenden Verfahren weitere Details erwarten lassen.
Betroffene Stellen werten die beschlagnahmten Unterlagen aus, während die beteiligten Behörden in Malta, Curaçao und Deutschland ihre Zusammenarbeit intensivieren.